1 Hauttypen

Hauttypen, Pigmentierungsgrad

Im Rahmen einer kosmetischen Behandlung ist es wichtig, Auffälligkeiten der Haut zu erkennen.

Das Modul „Hauttypen und Pigmentierungsgrad“ greift genau diese Thematik auf. Es beschäftigt sich mit möglichen Veränderungen der Haut, die KosmetikerInnen bei ihren Kunden möglicherweise feststellen. Dabei kann es sich um entzündliche und um nichtentzündliche Veränderungen handeln. Unter anderem gehören dazu Virosen sowie bakterielle Erkrankungen, aber auch mögliche Tumorerkrankungen. Es besteht die Möglichkeit, dass Kunden unter Virosen, Mykosen oder auch Epizoonosen leiden.

Weitere Veränderungen, die eine kosmetische Behandlung nicht möglich machen oder einschränken, sind systemische Erkrankungen. Hierbei kann es sich um Allergien oder auch Psoriasis handeln.

Eine fachärztliche Diagnostik sollte empfohlen werden. Gleichzeitig solltest du auch erkennen können, wann ein mögliches Ansteckungsrisiko besteht.

1 Die Haut-Typen

2 Die Hautzustand

3 Feuchtigkeitsmangel

4 Der Hydrolipidmantel

 

 

Der Hautzustand

Momentaner Hautzustand ist abhängig von inneren und äußeren Einflüssen

Hautanalyse

1. Anamnese

Du kennst die Hauttypen, die Hautzustände, aber es gehört noch etwas mehr Wissen um deine Kunden, bevor du eine Behandlung starten sollest. Wichtig ist die Anamnese klar und korrekt zu dokumentieren.

1 Was ist das wichtigste bei der Anamnese

2 Der Hautzustand

3 Dermographie

4 Fettgehalt

5 Fettgehalt feststellen

6 Tonus und Turgor

7 Hautfarbe

8 Faltenbildung  

Was ist das wichtigste bei der Anamnese

 

… bedeutet die Erhebung der Vorgeschichte: Sie soll die Vordiagnose präzisieren und eventuell bekannte Ursachen verdeutlichen.

Die Befragung bei der Anamnese muss in besonders taktvoller Form erfolgen und sollte ständig ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht werden.

Die Angaben und die Hautbeurteilung werden auf einer Karteikarte festgehalten und bilden die Grundlage für den Behandlungsplan.

Folgende Punkte sollten bei der Anamnese geklärt werden

  • Geburtsdaten der Kundin (schätzungsweise oder wenn es die Kundin selbst erwähnt)
    • So lässt sich das Hautalter mit dem tatsächlichen Alter der Kundin überprüfen und zum Geburtstag sollte die Kundin eine Geburtstagskarte bekommen.
  • Beruf (vor allem bei Akne, Allergie, Hypersensibilität)
    • Zu erfragen ist: Bei welchen Tätigkeiten mit welchen Werkstoffen oder Mitteln gearbeitet wird.
  • Bisherige Pflege (Gesicht und Körper)
  • Welche Pflegepräparate werden verwendet?
  • Lebensgewohnheiten (Schlaf, Ernährung, Verdauung, Genussmittel)
    • Hier sollte nicht direkt gefragt werden, sondern das Gespräch so gelenkt werden, dass sich die Antworten ergeben.
    • Medikamente (Antibiotika, Hormonpräparate, Schlaf- und Schmerzmittel, Vitamine). Hier kann die Einnahme zu schubweise auftretenden Hautunreinheiten, Akne und allergischen Reaktionen führen.
  • Psychische Verfassung (Stress, Depressionen, Ärger, Unzufriedenheit)
    • Auch dieser Punkt sollte sich im Laufe eines Gespräches ergeben.
    • Der Gemütszustand lässt sich oft schon am Gesichtsausdruck erkennen.
  • Empfindlichkeit gegenüber Witterungen (Warm- oder Kaltfrontempfindlichkeit)
    • Geht die Kundin regelmäßig in die Sauna oder ins Solarium?
  • Unverträglichkeiten, Allergien, Irritationen
  • Bestehende oder abgeheilte Hautkrankheiten (Allergien, Akne, Psoriasis, Pilzerkrankungen)

Nicht alle Punkte können direkt gefragt werden, da dies indiskret wirken würde.

Durch eine geschickte Gesprächsführung kann die Kosmetikerin allerdings die eine oder andere Information erhalten, die wichtig für die weitere Behandlung sowie die Heimpflege ist.

 

2 Der Hautzustand

Feststellen des momentanen Hautzustands:

– Feuchtigkeitsgehalt ermitteln

– Trockenheitslinien in der obersten Hautschicht

– Spannungsgefühle nach der Reinigung

– Schüppchenbildung

– frühzeitige Fältchenbildung

– nachlassende Spannkraft

Folgende Punkte sollten bei der Anamnese geklärt werden

  • Die Porigkeit

Sie kann viel über den eigentlichen Hauttyp aussagen, wobei immer zu beachten ist, dass in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) meistens etwas erweiterte Poren vorkommen als in den übrigen Hautpartien. Mit Poren sind hier die Talgdrüsenfollikel gemeint. Durch die Beschaffenheit dieser Ausführungsgänge lässt sich auch die Dicke der Epidermis feststellen.

Die Größe der Follikel (groß-, mittel- und feinporig) ist bei jedem Menschen angeboren, also anlagebedingt. Krankhafte Veränderungen (Akne, Rosacea) können die Porenöffnungen vergrößern.

Große Talgdrüsen bilden viel Talg. Kleine Talgdrüsen bilden weniger Talg. Tiefe und weite Poren lassen auf eine dicke Epidermis schließen, man findet sie vorwiegend bei Seborrhoe.

Bei der Mischhaut sind erweiterte bis große Poren in der T-Zone zu finden, die Porigkeit zu den Seiten wird immer feiner.

Die sicca schwankt im Porenbild erheblich. Von leicht erweitert bis zu großen Poren zeigt sich die sicca, aber im Schläfenbereich auch an den Seiten sind die Poren erweitert.

Flache und enge Poren, manchmal mit bloßem Auge kaum noch sichtbar, bedeuten eine dünne Epidermis, dies ist typisch für das Erscheinungsbild der Sebostase.

Mäßig enge und tiefe Poren kommen bei der normalen Haut vor. Mit zunehmendem Alter werden einzelne Talgdrüsenfollikel oft beträchtlich größer, z.B. an Nase, Kinn, Stirn und um die Augen.

Die Talgdrüsenfunktion nimmt jedoch eher ab.

Die Dicke der Epidermis lässt sich feststellen durch:

  • Tastbefund mit den Fingern: Man rollt die Haut zwischen zwei Fingern an Wange, Stirn und Kinn.
  • Hautfärbung: Bei einer dünnen Haut schimmern einzelne Blutgefäße durch, eine dicke Haut dagegen wirkt grau, fahl und schlecht durchblutet.
  • Beschaffenheit der Poren: Je tiefer die Poren, umso dicker die Haut.
  • Die Verhornung

 Der normale Verhornungsprozess ist in der letzten obersten Schicht der Hornschicht abgeschlossen.

Verläuft die Verhornung normal, so spricht man von einer Orthokeratose.

Fehlt die Abstoßung der Hornzellen oder ist sie wesentlich vermindert, spricht man von einer Retentionshyperkeratose z.B. Ichthyosis.

Verhornen die Zellen überstürzt, nennt man dies eine Proliferations-Hyperkeratose.

Die häufigste Ursache aller Schuppenbildungen ist die Parakeratose (Psoriasis, Ekzeme).

Hier fehlen die Keratinhyalinkörner im Stratum corneum und die Zellkerne bleiben bis in die Hornschicht erhalten.

Ursache ist eine Entzündung der Papillarschicht.

 

3 Dermographie

Dermographie

Prüfung der Empfindlichkeit auf mechanisches Einwirken von außen:

Mit der schmalen Seite eines Plexiglasspatels streicht man eine Hautstelle z.B. Dekolleté und übt dadurch einen Reiz auf das Gefäßsystem aus.

Normalerweise erscheint eine kurzfristige Blässe (ca. 3-15 Sekunden), darauf folgt eine mehr oder weniger intensive Rötung (nach 30 bis 60 Sekunden).

Die Dauer der Gefäßerweiterung kann bis zu einer halben Stunde andauern, dann verblasst sie allmählich.

Ist die Tönung länger als eine halbe Stunde sichtbar, dann ist die Haut überempfindlich.

Sieht man die Rötung nur ganz kurz oder überhaupt nicht, dann ist die Haut unempfindlich.

Bleibt dagegen ein weißer Strich sichtbar, ist das ein Hinweis auf eine mögliche Neigung zu Allergien oder Ekzemen.

Die Hautdurchblutung hat zwei Aufgaben:                  

Thermoregulierung und Ernährung                         

Sie ist an der Schleimhaut des Mundes und der Bindehaut der Augen festzustellen.

Bei normaler Durchblutung ist die Bindehaut rosa gefärbt. Eine blasse Farbe lässt auf eine schlechte Durchblutung und Blutarmut schließen.

Eine übermäßige Rötung am Auge kann auf eine Bindehautentzündung hinweisen.

Mit den Streckseiten der Finger wird die Temperatur der Haut an Stirn, Wange, Kinn Hals und Dekolleté geprüft.

Bei unterschiedlichen Wärmezonen ist die Durchblutung gestört.

 

4 Fettgehalt

Fettgehalt

Eine erste Prüfung erfolgt noch vor der Reinigung.

Mit dem Daumen wird der Fettgehalt an Stirn, Nase und Seiten geprüft.

Als letzter Punkt bei der Erstellung der Hautdiagnose wird der Fettgehalt der Haut mit einem Objektträger geprüft.

Der Objektträger wird flach auf die Haut gedrückt und zur Seite weggezogen (Stirn, Nase, Kinn, Wange).

Die sichtbare Menge und Qualität des Abdrucks gibt einen weiteren Hinweis auf den Hautzustand.

Oftmals nimmt der Objektträger nicht nur Fett als Abdruck auf, sondern auch Schweiß. Nach kurzer Trockenzeit verdunstet der Schweiß und das Hautfett bleibt zurück:

  • öliger, flüssiger Abdruck
  • fettig-schmieriger Abdruck
  • matter-pastöser Abdruck
  • kaum zu erkennen

Ein wichtiger Hinweis auf den Hauttyp ist der Quantitätsunterschied der Objektträgerabdrücke von den Gesichtszonen:

Öliger-fettiger Abdruck in fast gleicher Menge ist ein Hinweis auf eine Seborrhoe oleosa.

Etwas matter, aber auch an den Seiten zeigt sich der Abdruck einer sicca. Bei der Mischhaut ist die T-Zone deutlich fettiger, die Seiten zeigen kaum einen Abdruck.

Bei der trockenen Haut findet sich kein fettiger Abdruck.

Jeder Hauttyp produziert im Laufe der Alterung immer weniger Hautfett. Das heißt z.B. eine 70-jährige Dame hat den Hauttyp Seborrhoe oleosa, also in jungen Jahren viel Fettglanz.

Im jetzigen Alter weist die Haut einen Fettmangel auf. Solche Feinheiten ergeben sich durch die gewissenhafte Prüfung des Fettgehalts.

ACHTUNG:

Frauen in den Wechseljahren neigen zu Hitzewallungen mit großer Schweißbildung.

Unter Turgor versteht man den Druck, den die Zellflüssigkeit auf die Zellmembran (Zellwand) ausübt, wie die Gummiblase eines Fußballs auf die äußere Lederhülle.

Der Turgor der Haut ist abhängig von:

  • der Menge der Gewebsflüssigkeit
  • dem Wasserdruck in den Hautzellen
  • dem Zustand der kollagenen und elastischen Fasern
  • dem Blutdruck in den Kapillaren (geht der Kapillardruck zurück, z.B. bei einem Kreislaufkollaps, dann lässt der Turgor nach, das Gesicht wirkt eingefallen)
  • dem Unterhautfettgewebe (auch die Subcutis dient als Wasserspeicher – daher neigt eine Hautpartie mit wenig Unterhautfettgewebe, wie Augen oder Hals, schon früh zur Faltenbildung)

 

5 Fettgehalt feststellen

Prüfung des Turgors  

Man hebt die Haut an Ober- und Unterlid mit Daumen und Zeigefinger an und lässt sie schnell wieder los.

Der Turgor ist schlecht, wenn die Haut nur langsam wieder in ihre ursprüngliche Form zurückgeht.

Test: Die Innendruckspannung der Zelle (Turgor)

Drücken Sie die Haut unter dem Auge vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger zusammen.

Schnellt sie kurz darauf zurück, ist die Innendruckspannung der Zellen in Topform! Sollte sich eine senkrechte Falte bilden, ist es um den Turgor leider nicht ganz so gut bestellt.

Ein Besuch bei einer Kosmetikerin bringt Ihren Turgor schnell wieder in den grünen Bereich!

Ihre Haut benötigt einfach natürliche Feuchtigkeitsfaktoren die mit dem Ultramesoporationsverfahren tief in das Hautgewebe eingeschleust wird.

Prüfung der Elastizität:

Man verschiebt die Haut an der Wange mit den Fingern nach oben und lässt sie schnell wieder los.

Der Tonus ist gut, wenn die Haut schnell wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehrt.

 

6 Tonus und Turgor

Tonus und Turgor

Unter Tonus versteht man den Spannungszustand eines Muskels in der Ruhephase.

Diesen Begriff kann man auch auf das Gewebe beziehen.

Wenn das Binde- und Stützgewebe den Tonus (Spannungszustand) verliert, so beginnt die Haut zu altern und es kommt zur Faltenbildung.

Dann beginnen die Spaltlinien, die sich in der Lederhaut durch die Hauptverlaufsrichtung der Bindegewebsfasern ergeben stärker aus.

Besonders bei einer lebhaften Mimik, z.B. die Zornesfalte zwischen den Augenbrauen oder die Nasolabialfalte.

Test

Prüfen Sie einfach den Tonus der Haut!

Drücken Sie die Haut mit Daumen und Zeigefinger am Kieferrand zusammen.

Lässt sie sich anschließend nicht hochziehen, ist der Tonus gut.

Sollte sich die Haut allerdings gut abheben lassen, schwächelt die Hautspannung.

Keine Sorge

Das elastische Bindegewebe kann rasch wieder aufgepäppelt werden!

Viel Gesichtsgymnastik hilft.

 

 7 Hautfarbe

Die Hautfarbe

Die Hautfarbe steht im Zusammenhang mit der Augenfarbe und der natürlichen Haarfarbe    

Man unterscheidet

  • Rotblonde und Rothaarige haben meist eine blasse, helle Hautfarbe.
  • Blonde haben oft eine helle bis rosa frische Farbe.
  • Brünette und Schwarzhaarige haben meist eine dunkle Hautfarbe.

Die Farbe der Haut wird bestimmt von

  • den Pigmenten
  • der Eigenfarbe der Hornschicht
  • der Durchblutung
  • der Dicke der Hornschicht

Aus dem Zusammenhang zwischen Hautdicke und Hautfarbe ergibt sich Folgendes

  • Eine helle, weißliche Haut ist oft dünn, zart und empfindlich. Sonne wird nicht so gut vertragen, diese Haut altert schnell.
  • Eine dunkle, meist gelbliche Farbe lässt auf eine dicke Oberhaut schließen, die Haut ist unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen.

Feststellung der Hautfarbe:

Man presst die Breitseite eines Spatels auf die Jochbeingegend und drückt dadurch das Blut aus der Haut zurück.

Dabei kommt die Eigenfarbe zum Vorschein.

 

Momentane Hautzustand

1. Der momentane Hautzustand

Kennst du den Hautzustand deiner Kundin? Wusstest du das der Hautzustand sich verändert im Laufe des Lebens? Im Folgenden möchte ich näher darauf eingehen.

  • 1 Was ist der Hautzustand?
  • 2 Feuchtigkeits-Arme Haut

1 Was ist der Hautzustand?

Der Hautzustand ist sehr wichtig in deiner Kundenaufklärung. Er ist zudem sehr abhängig von Einflüssen und Gewohnheiten, kann aber genau aus diesme Grund beeinflusst werden und mit der richtigen Pflegeroutine und Behandlung von dir optimiert werden. „

Erhebung der Vorgeschichte Sie soll die Vordiagnose präzisieren und eventuell bekannte Ursachen verdeutlichen. Die Befragung bei der Anamnese muss in besonders taktvoller Form erfolgen und sollte ständig ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Angaben und die Hautbeurteilung werden auf einer Karteikarte festgehalten werden und bilden die Grundlage für den Behandlungsplan

Innere Einflüsse

  • Erkrankung
  • Hormonumstellung:
    • Pubertät
    • Schwangerschaft
    • Klimakterium

Äußere Einflüsse

  • Klimaeinflüsse
  • UV-Bestrahlung
  • Genussgift
  • Stress
  • Schlafmangel
  • Medikamente
  • Umwelt
  • Beruf
  • Falsche/mangelnde Hautpflege

 

Folgende Punkte sollten bei der Anamnese geklärt werden:                            

Es gibt eine Auswahl an möglichen Hautzuständen

  • Feuchtigkeitsarme Haut
  • Ansruchsvolle Haut
  • Reife anspruchsvolle Haut
  • Haut mit Neigung zur Bildung von Teleangiektasien
  • Couperose

 

2 Feuchtigkeitsarme Haut  

Feuchtigkeitsarme Haut

Innere und äußere Einflüsse führen zu einem überhöhten transepidermalen Wasserverlust (TEWV):

  • Schüppchenbildung
  • Trockenheitsfältchen
  • Spannungsgefühle
  • Mangelndes Wasserbindevermögen
  • Vorzeitige Faltenbildung
  • Unabhängig vom Hautalter

4 Hautalterung

1. Hautalterung

Den Hauttypen deiner Kunden zu bestimmen ist sehr wichtig, ebenso solltest du den Zustand und die Hautalterung kennen und einschätzen, um auch dahingehend die besten Behandlungsergebnisse zu erzielen. Es gibt verschiedene Faktoren die die Hautalterung auslösen.

  • 1 Zeitaltern
  • 2 Umweltaltern
  • 3 Hautalterung
  • 4 Hautalterung
  • 5 Faltentypologie
  • 6 Extrinsische Hautalterung

1 Zeitaltern

Zeitalter

Oberhaut: Abnahme der Zelldichte

führt zu

  • geringerer Wasserspeicherfähigkeit,
  • rauher/trockener Haut.

Lederhaut:

  • Abnahme der Kollagenfasern
  • Abnahme elastischer Fasern
  • Abnahme des Hyaluronsäuregehalts

führt zu:

  • Einsinken der Lederhautschicht,
  • Faltenbildung,
  • rauher/trockener Haut,
  • weniger Spannkraft,
  • weniger Elastizität.

2 Umweltaltern

Umweltaltern

  • Licht (bes. UV-Licht)
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Stress

3 Hautalterung

Hautalterung ab 30

Was passiert:

  • Hyaluronsäure-Spiegel sinkt ab.
  • Haut produziert weniger Fett.
  • Wasserspeicherfähigkeit und Elastizität der Dermis lassen nach.
  • Zellteilung verlangsamt sich.
  • Oberste Hautschicht benötigt anstatt 28 Tage jetzt bis zu 40 Tage zur Erneuerung.
  • Elastische Fasern in der Haut verkürzen sich und verlieren an Funktionalität.

Zeichen der Hautalterung ab 30:

  • Fältchen auf der Stirn und um die Augen herum.
  • Linien und Fältchen bilden sich.
  • Haut wirkt spröder.

Hautalterung ab 40

Was passiert:

  • Hyaluronsäure-Spiegel halbiert sich je nach Hautzustand.
  • Anzahl der Talgdrüsen reduziert sich erheblich, Haut wird deutlich trockener.
  • Zellteilungsrate in der Lederhaut sinkt.
  • Beschleunigter Wasser- und Elastizitätsverlust.

Zeichen der Hautalterung ab 40:

  • Verstärkte Stirnquerfalten.
  • Ausgeprägtere Falten um die Augen.
  • Neigung zu Augenringen.
  • Feinste Knitterfältchen im Wangenbereich.
  • Stärkere Nasolabialfalten.
  • Spannkraft und Elastizität lassen spürbar nach.
  • Haut wirkt müde.
  • Oberlippenfältchen entstehen.
  • Mundwinkel beginnen abzusinken.
  • An Hals und Dekollete bilden sich erste Fältchen.

4 Hautalterung

Hautalterung ab 50

Was passiert:

  • Deutlich reduzierter Hyaluronsäure-Spiegel führt zu verstärkt sichtbaren und spürbarerem Wasser- und Elastizitätsverlust.
  • Nachlassende Östrogenproduktion läst die Haut trockener, dünner und empfindlicher werden.
  • Schweiß- und Talgdrüsen reduzieren ihre Arbeit.
  • Elastin- und Kollagenfasern verlieren ihre Funktion, Falten prägen sich ein.

Zeichen der Hautalterung ab 50:

  • Alters- und Pigmentflecken entstehen im Gesicht und auf den Händen.
  • Schlupflider, Linien und Falten bilden sich aus.
  • Deutliche Knitterfältchen zeigen sich im Wangenbereich.
  • Spannkraft und Elastizität lassen sichtbar und spürbar nach.
  • Sinkende Konturen am Kinn- und Mundbereich zeichnen sich ab.
  • An Hals und Dekolleté bilden sich vermehrt Falten.
  • Haut wirkt fahl, faltig und schlaff.

 

5 Faltentypologie

  • Trockenheitsfältchen
  • Mimikfalten
  • Sonnenfalten
  • Altersfalten
  • Sinkende Konturen, Ausgeprägte Falten im Spaltlinienverlauf

 

Intrinsische Hautalterung

6 Extrinsische Hautalterung

Extrinsische Hautalterung  

Die extrinsische Hautalterung schiebt sich über die intrinsische Alterung und verstärkt und beschleunigt so den Hautalterungsprozess:

  • Klimaeinflüsse
  • UV-Bestrahlung
  • Genussgifte
  • Stress
  • Medikamente
  • falsche/mangelnde Hautpflege

5 Hauttypen nach Fitz Patrick

1. Hauttypen nach Fitz Patrick

Den Hauttypen deiner Kunden zu bestimmen ist sehr wichtig. Kennst du dazu die Methode nach die Fitz Patrick um den Hauttypen zu bestimmen?

 

Lerndauer: ca 45 Minuten

  • 1 Hauttypen nach Fitz Patrick Teil 1
  • 2 Hauttypen nach Fitz Patrick Teil 2
  • 3 Aktuelle Pigmentierung

 

1 Hauttypen nach Fitz Patrick Teil 1

Hauttypen-Bestimmung nach Fitzpatrick

Hauttyperfassung nach Fitzpatrick

Du solltest dir folgende Merkmale deiner Kunden notieren:

  • Augenfarbe
  • natürliche Haarfarbe (Haarfarbe mit ca. 25)
  • Hautgrundfarbe (Hautfarbe ohne Sonnenlicht)
  • Verhalten in der Sonne (Eigenschutzzeit)

 

2 Hauttypen nach Fitz Patrick Teil 2

Haut-Typ 1 Keltischer Typ

  • sehr helle Augenfarbe
  • rötliches bis blondes Haar
  • weiße Haut (rosé schimmert durch)
  • Sonnenbrand
  • keine Bräune

Haut-Typ 2. Nordischer Typ

  • blaue, grüne, graue Augen
  • blondes bis mittelbraunes Haar
  • weiße Haut (rosé schimmert durch)
  • schnell Sonnenbrand
  • wenig Bräune

Haut-Typ 3 Mischtyp

  • braune bis dunkelbraune Augen
  • dunkelaschblonde bis dunkelbraune Haare
  • gelbstichige, olivfarbene Haut
  • wenig Sonnenbrand

Haut-Typ 4 Mediterraner Typ

  • dunkel- bis schwarzbraune Augen
  • schwarzbraune Haare
  • olivfarbene, café-au-lait-farbene Haut
  • selten Sonnenbrand

Haut-Typ 5/6 Dunkler und schwarzer Typ

  • dunkelbraune Augen
  • schwarzbraune Haare
  • schwarze, dunkle Haut
  • fast nie Sonnenbrand

 

3 Aktuelle Pigmentierung

Bestimmung der aktuellen Pigmentierung

0  keine Hautfarbenveränderung (Kontrollareal z.B. unpigmentierte Kopfhaut)

1  kaum erkennbare Pigmentierung (L)

2  hellbraune Pigmentierung (M)

3  mittelbraune Pigmentierung (M/H)

4  dunkelbraune Pigmentierung

intensiv braune bis schwarze Pigmentierung

 

Die Pigmentierung kann bei jedem Behandlungsareal anders ausfallen

Bei jedem Behandlungstermin kann sich die Pigmentierung verändert haben. Die Leistungseinstellung muss manuell vom Behandler angepasst werden

Je dunkler die Pigmentierung ausfällt, umso höher ist das Verbrennungsrisiko bei z. B. einer Haarentfernungsbehandlung.

Ab Hauttyp 3 mit mittlerer Pigmentierung sollte immer ein Probeareal zur Haarentfernung z.B. mit anschließender Wartezeit von 24 Std. erfolgen.

Am Ende dokumentierst du dein Ergebnis: 

– Ergebnis der Hauttypbestimmung

– Ergebnis zur aktuellen Pigmentierung

– Ergebnis zur Haardickenmessung

 

Die Haardicke wird im Behandlungszyklus feiner, nach entsprechendem Messergebnis wird die Einstellung des Haarentfernungsgerätes angepasst.